eBay 3...2...1...meins!


[ Black Music | Black Forum | Hip Hop Forum | RnB Forum | Soul Forum | Jazz Forum ]

Startseite

Community

Black Music

Hip Hop

RnB

Soul

Jazz

  • Entwicklung und Geschichte
  • Jazz-Veranstaltungen
  • Jazz in Deutschland
  • Merkmale
  • Jazz-Stile

Künstlerdatenbank

Internetradios

Onlineshop

Downloads

Partnerseiten:

  • Kreuzfahrt online buchen
  • Grillen in der Karibik
  • Linkpartner finden
  • Eiskunstlaufen
  • Auto Darlehen
  • Partner werden ?







Jazz - Entwicklung und Geschichte



Die angesagtesten Black Beatz jetzt bei Musicload downloaden!


Wurzeln des Jazz


Die Wurzeln des Jazz liegen zum einen im Blues und in den Worksongs, Spirituals und Gospels der afroamerikanischen Sklavenarbeiter in den Südstaaten der USA, zum anderen in den verschiedenen Volksmusiken der europäischen Einwanderer, darunter dem Irish Folk, kreolischer Tanzmusik, Wiener Walzer und Marschmusik. Aus den Europäischen Musikstilen und afroamerikanischen Rhythmen hatte sich der Ragtime entwickelt, der neben dem Blues den direkten Vorgänger des Jazz darstellt.

Manche Jazzhistoriker benennen den Ragtime sogar als den ersten Jazz-Stil. Der Blues hatte während der gesamten Entwicklung bis heute permanenten Einfluss auf den Jazz wie auch auf andere Musikstile, die im Laufe der Zeit neben dem Jazz entstanden sind.



Es ist eine beliebte Frage, ob der Jazz in New Orleans erfunden wurde oder nicht. Auf diese Frage gibt keine absolut gültige Antwort. Die Vorformen dieser Musikrichtung fanden sich Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts in mehreren Teilen der Vereinigten Staaten. New Orleans bildete einen Schmelztigel, durchzogen von Gegensätzen. Einige Jazzhistoriker sagen, der Jazz wäre in New Orleans geboren (nicht "erfunden") und in Chicago und New York aufgewachsen.

Aus dem Ragtime und dem Blues entstand nach 1900 der New Orleans Jazz, der bald vom sehr ähnlichen Dixieland Jazz begleitet wurde. Der erste bekannte Bandleader dieser Richtung war Buddy Bolden mit seiner Blaskapelle. Von ihm gibt es allerdings keine Tonaufnahme, da er 1907 in eine Nervenanstalt eingewiesen wurde, noch vor dem Zeitalter der Schallplattenaufnahmen. Jelly Roll Morton, ein erfolgreicher Barpianist, war ebenfalls ein Mitgestalter des frühen Jazz. Bestimmte Bandleader wie Buddy Bolden waren markante Instrumentalisten mit einer sehr individuellen Tonbildung. Improvisation, Swing und eigene Tonbildung beschrieb der Jazzhistoriker Joachim-Ernst Berendt als Grundelemente der Jazzmusik, die seine Geschichte von Beginn an mitbestimmten.

Die Ära des Jazz


Aus der Begegnung der Musikkulturen entstand eine Reihe neuer musikalischer Ausdrucksformen. Zuerst in New Orleans und entlang des Mississippi River, später in Chicago und anderen Metropolen der USA . Diese Großstädte verbuchten damals eine hohe Zuwanderung, vor allem von Afroamerikanern aus den Südstaaten, was zur Entwicklung des Jazz maßgeblich beitrug.

Bekannt wurde die Musikrichtung durch die erste Jazz-Plattenaufnahme von 1917 mit der Original Dixieland Jazz Band. Die meisten Amerikaner hatten bis dahin noch keinen Jazz gehört, der allerdings schon längst vielerorts gespielt wurde. Von 1890 bis 1915 war der Ragtime die beliebteste Musik in Amerika. Nach dieser ersten Aufnahme nahm der Jazz die Rolle der Alles dominierenden Musikrichtung ein, die er bis Mitte der 50er Jahre behielt. Es folgten schon bald viele weitere Aufnahmen.

Die meisten, besser gesagt fast alle Aufnahmen des New Orleans Jazz bzw. des Dixieland, wurden nicht in New Orleans gemacht, sondern in Chicago. Einige auch in New York. Viele Musikprofis aus dem Süden, allen voran Joe King Oliver und sein jüngerer Bandpartner Louis Armstrong gingen nach Norden. Die damalige Prohibition prägte die Kneipenszene in Chicago und damit die dortige Jazzkultur. Der Dixieland wurde etwas schneller und mit mehr Noten und Akzentuierungen in den Melodien gespielt. Daneben entstand auch eine langsame und ruhige Variante. Das beste Beispiel dafür ist die Aufnahme "West End Blues" aus dem Jahre 1928. Das Stück wurde von Joe King Oliver geschrieben und von Louis Armstrong und seiner neu gebildeten Gruppe, den Hot Five, interpretiert. Darüber hinaus entstand in den 20ern die Stilrichtung Chicago Jazz. Lokale Amateure spielten den New Orleans Jazz der Profis aus dem Süden nach. Dabei wurde er den Fähigkeiten entsprechend umgeformt. Hier erhielt zum ersten mal das Saxofon eine wichtige Rolle. Es war ursprünglich ein Militärinstrument und wurde 1840 erfunden.

Louis Armstrong ging 1924 für zwei Jahre nach New York um in Fletcher Hendersons Band zu spielen. Das veränderte den Jazz für immer. In New York schuf Armstrong den Swing und erfand 1926 bei der Aufnahme des Songs "Heebie Jeebies" den Scattgesang, nachdem er in den Jahren zuvor schon die instrumentalen Solos zur Kunstform gemacht hatte.

Der neu entstandene Swing hatte in den 30er Jahren seinen Durchbruch. Nach dem Black Friday 1929 sanken die Verkaufszahlen der Plattenindustrie von 100 Mio Stück pro Jahr auf 6 Millionen. Dafür hielt aber das Medium Radio Einzug in den USA und mit ihm der Swing. Bands mit weißen Musikern machten jene Musik beliebt, die schon Jahre zuvor von Afroamerikanern gespielt und gehört wurde. Der dazugehörige afroamerikanische Tanz hieß Lindy Hop. Er veränderte sich dann sehr geringfügig und wurde in Jitterbug umbenannt. Die amerikanische Jugend war verrückt nach diesem ausgeflippten Tanzstil und dem schnellen Swing. Während der Wirtschaftsdepression der 30er Jahre blühte dadurch eine noch nie dagewesene und von der älteren Generation unverstandene Jugendkultur der Fröhlichkeit und der Freiheit auf. Der Musikstil wurde so zur vorherschenden Populär- und Unterhaltungsmusik.

In den späten 30ern entstand eine weitere Form des Swing; langsamer, romantischer und mit Gesang. Der Entwickler und erfolgreichste Bandleader dieses Stils war Glenn Miller. Er schaffte es, mit der veränderten Stilrichtung ein Publikum zu erreichen das mit der vorherschenden Variante noch nichts anfangen konnte. Die Arrangements waren relativ festgelegt. Daher wurde viel diskutiert, ob der Swing den Namen Jazz überhaupt verdient. Auch während des Krieges, sogar an der Front, war diese Musik beliebt. Viele der damaligen Bandleader gingen damals zum Militär und gründeten dort Militärbands.



Ab 1936 kam noch eine Abart des ursprünglichen Swing auf; der Stomp. Er wurde durch Count Basie aus Kansas City bekannt. Hier wurde das Saxofon, nach seinem Einsatz im Chicago Jazz, ein zweites mal zum wichtigen Instrument. Mit Count Basie kam noch eine weitere neue Stilrichtung auf, die damals aber im Schatten der Trends stand. Sie hieß Mitternachtsjazz und ist die Vorläuferin des Bar Jazz. Es war eine sehr langsame und ruhige Musik mit Saxofon und Klavier als wichtige Instrumente.

In Europa entwickelte sich in den frühen 40ern der Gypsie Jazz. Der bekannteste Vertreter dieser Richtung ist der Guitarrist Django Reinhardt, der diesen Stil entscheidend mitgestaltete. Im Gypsie Jazz finden sich Einschläge böhmischer und anderer europäischer Musiktraditionen. Guitarren und Geigen gehören zur Grundbesetzung.

Einschnitte des Jazz


Anfang der 40er Jahre, als der Swing noch dominierte, hatten Charlie Parker und Dizzy Gillespie eine neue Richtung des Jazz namens Bebop entwickelt. Aufgrund von Differenzen mit der Plattenindustrie, welche der damaligen Unterbezahlung von Musikern geschuldet war, blieb der Bebop zunächst ungehört. Ab 1943 wurde Bebop bekannt und spaltete die Jazzwelt. Es war ein noch schneller gespielter Stil mit noch wesentlich mehr Noten. Bandensembles, Zusammenspiel und Arrangements traten in den Hintergrund, Solisten und freie Improvisationen dominierten. Kritiker bemängelten unter Anderem die fehlende Tanzbarkeit.

Mit Miles Davis' Aufnahme "Birth of the Cool" aus dem Jahre 1949 begann eine Gegenbewegung zum hektischen Bebop; der langsame und verträumte Cool Jazz entstand. Eine Variante des Cool Jazz ist der West Coast Jazz. Durch die Verbindung des Bebop mit dem Cool Jazz entwickelte sich Mitte der 50er Jahre der Hardbop. Der Hardbop wiederum entwickelte sich zum Soul Jazz.

Der größte Einschnitt in der Geschichte des Jazz kam von außen. Während der 50er Jahre hatte sich eine weitere Musikform entwickelt und wurde immer beliebter; der Rock and Roll. Damit war Jazz nicht mehr die alleinige Populärmusik, er ging in der Öffentlichkeit langsam unter. 1964 hatten die Beatles ihren Aufstieg, mit ihnen war die Erfolgsära des Jazz endgültig beendet. In diesem Jahr landete einzig Louis Armstrong noch einen Hit mit dem Song "Hello Dolly", der vor den Beatles auf Platz Eins in den Charts stand. Im Laufe der 60er Jahre schlossen alle legendären Jazzhallen. In den späten 30er Jahren machten Jazz und Swing 70% aller verkauften Schallplatten aus, Mitte der 70er waren es weniger als 3%. 1975 erklärte Miles Davis den Jazz für tot und bezeichnete ihn darüber hinaus als "Museumsmusik".

Neue Wege


Aus dem Cool Jazz entwickelten bestimmte Kreise der Jazz-Musiker in Verbindung mit dem Hardbop eine freiere experimentelle Spielrichtung. Sie wird als Avantgarde bezeichnet, ihre Schaffer als Avantgardisten. Ob es sich dabei wirklich um einen eigenen Stil handelt ist umstritten.

Miles Davis stand der Avantgarde zunächst skeptisch gegenüber, näherte sich ihr aber schließlich an. Mit seinem neuen Quintett entwickelte er daraus Mitte der 60er einen weiteren Musikstil namens Fusion. Dabei wurden nur noch elektronische Instrumente wie E-Guitarren und Synthesizer verwendet. Der Bass wurde meistens gesampelt.

Anfang der 60er Jahre entstand der Free Jazz. Ornette Coleman war hier der bedeutendste Entwickler und der bekannteste Vertreter in den 1960ern. 1961 brachte Coleman die Platte "Free Jazz" auf den Markt. Beide Plattenseiten bestanden aus einem einzigen Titel. Dieser Musikstil hob alle musikalischen Gesetzmäßigkeiten auf und erlaubte den Musikern alles. Das löste in der Jazzwelt Diskussionen aus, da Jazz ja ohnehin schon als Inbegriff der Freiheit gesehen wurde. Beim Publikum hatte Free Jazz nur geringen Erfolg.

Comeback des Jazz


1976 kehrte der relativ bekannte Jazz-Musiker Dexter Gordon nach 15 Jahren Aufenthalt in Europa zurück in die USA. Er spielte traditionellen Jazz mit Schwerpunkt auf Swing und mit Blues-Feeling. Bei seinen Auftritten hatte er großen Erfolg. Sein Album "Homecomming" von 1977 wurde ein Renner. Daraufhin fanden sich in den US-amerikanischen Geschäften wieder Platten von Jazzgrößen wie Duke Ellington und vielen Anderen, die zuvor dort kaum noch erhältlich waren. Das gab der Jazzszene in den USA wieder Auftrieb. Seit dieser Zeit existiert der Jazz als eine zeitlose Musikrichtung neben anderen.

Die gegenwärtige stilistische Bandbreite ist so groß wie nie zuvor. So spielen Veteranen wie Sonny Rollins und Keith Jarrett nach wie vor auf hohem Niveau. David Murray führt die Errungenschaften des Jazz der späten 60er weiter. Der Gitarrist Pat Metheny ist nicht nur bei Jazzhörern erfolgreich. Der sehr der Tradition verbundene Trompeter Wynton Marsalis erlangte in den 80er Jahren bedeutenden Einfluss, große Talente wie die Sängerin Cassandra Wilson und der Saxofonist James Carter geben dem Jazz neue Impulse. Gerade aber auch die zahlreichen Seitenarme der gegenwärtigen Jazzentwcklung, wie etwa die Downtown-Szene um Musiker wie John Zorn und Dave Douglas oder der Saxofonist Steve Coleman tragen zur Lebendigkeit des aktuellen Jazz bei. Auch der europäische Jazz tritt immer selbstbewußter auf.

Den größten Erfolg der jüngeren Jazzgeschichte hatte die Komponistin, Sängerin und Pianistin Norah Jones. Mit ihrem individuellen Pop-Jazz-Stil, erhielt sie 2003 acht Grammys für ihr Album "Come Away With Me". Daneben wurde der Jazz über die Jahrzehnte mit verschiedenen Stilrichtungen kombiniert, zum Beispiel mit Hip Hop. Ebenso wurde er in andere Stilrichtungen wie Pop und House integriert und trug zu deren Vielfalt bei.

Eine Begleiterscheinung dieser starken Diversifizierung ist jedoch auch, dass viele aktuelle Entwicklungen sowohl bei Kritik als auch Hörern teils heftig umstritten sind. So wird manchen Musikern sturer Traditionalismus vorgeworfen, während anderen vorgehalten wird, sich von den afro-amerikanischen Wurzeln des Jazz entfernt und damit wesentliche Elemente des Jazz aufgegeben zu haben. Diese Kontroversen führten dazu, dass die Stil-Bezeichnung Jazz äußerst unscharf geworden ist und entsprechend verschieden ausgelegt wird.

Webradio:


Winamp Stream
Real Player Stream
Media Player Stream

Community:


Benutzername:


Passwort:


Registrieren
Passwort vergessen ?

Interessantens:



Wir unterstützen keinen MP3 Download bei Rapidshare oder Megaupload !!!