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ITALIEN wird EUROPAMEISTER
Basel (AFP) - Mathematisch gesehen wird Deutschland Vize-Europameister. Das behauptet jedenfalls der Schweizer Mathematiker Roger Kaufmann, der mittels eines komplizierten Computerprogramms die Chancen aller 16 EM-Teilnehmer durchgerechnet hat. Bei seinem perfektionierten Programm hat er alle 31 EM-Spiele 200.000-mal im Computer simuliert und dabei alle möglichen Daten wie daheim und auswärts erzielte Tore oder die Platzierung in der FIFA-Rangliste berücksichtigt. Demnach liegen die deutschen Chancen auf den Titel bei 14,2 Prozent. Nur Weltmeister Italien schnitt mit 15,6 Prozent besser ab.
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Auch Spanien (13,2) und Tschechien (12,2) stehen mathematisch hoch im Kurs. Vize-Weltmeister Frankreich konnte dagegen den Rechner nicht überzeugen und liegt mit 5,9 Prozent nur im Mittelfeld. Die Chancen von Gastgeber Österreich tendieren keineswegs überraschend gegen Null (0,7). Kaufmann glaubt, dass sein Programm durchaus Aussagekraft hat. Beim Schweizer Sporttipp habe er so ein Jahr lang ein Auszahlungsquote von 117 Prozent erreicht.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist für den Sportwettenanbieter bwin erster Anwärter auf den EM-Titel. Einen Tag vor dem Eröffnungsspiel bot bwin am Freitag für den vierten Titelgewinn der DFB-Auswahl nach 1972, 1980 und 1996 eine Quote von 4,75:1. Spanien wird mit 6,75:1 geführt, Weltmeister Italien liegt mit 7:1 nur auf Rang drei.
Krasser Außenseiter bleibt Gastgeber Österreich. Wer dem WM-Dritten von 1954 die Sensation zutraut, wird für einen Euro Einsatz im Siegesfall mit 81 Euro belohnt. Auch mit der Türkei (67: 1) und dem deutschen Gruppengegner Polen (51:1) lässt sich viel Geld verdienen. Titelverteidiger Griechenland liegt mit einer Quote von 26:1 im Mittelfeld.
Heimrecht ist bei der EM übrigens nur wenig wert: Nur 1964 (Spanien), 1968 (Italien) und 1984 (Frankreich) holte der Gastgeber den Titel. Seit der Erweiterung auf 16 Teams 1996 schaffte es einzig Portugal 2004 ins Finale.
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